Marion Zurbach wurde in Martigues (FR) geboren und begann ihre Ausbildung an der École Nationale Supérieure de Danse de Marseille, bevor sie in die École Atelier Rudra Béjart Lausanne wechselte. Von 2003 bis 2015 arbeitete sie für Maurice Béjarts Compagnie M, das Theater in Florenz, das Ballet National de Marseille und Konzert Theater Bern. 2015 gründete sie zusammen mit Vittorio Bertolli die Kompanie Unplush mit Sitz in Bern. 2018 schloss Marion ihren Master in Theater und Performance an der Hochschule der Künste Bern (HKB) ab. Seit ihrer Gründung tourt Unplush in der Schweiz und im Ausland und wurde mit dem June Johnson Dance Price (Swiss Dance Awards 2019) ausgezeichnet. Seit 2019 begleitet sie regelmässig Künstler als Choreografin (Oper Köln) oder Dramaturgin (Festival Urban Dansdagen Eindhoven). 2019/21 kreiert sie Les Promises, einen Film, der mit weiblichen Teenagern aus den Nordvierteln von Marseille gedreht wurde. Seit 2020 gibt sie Workshops für Jugendliche in Zusammenarbeit mit far° Nyon, Triangle Astérides & FRÆME. 2021 kreiert sie Biche, ein Stück, das von der Dampfzentrale Bern und dem far° Nyon koproduziert wird. 2022/23 kreiert sie Reef für das Tanz Ensemble Luzerner Theater und Les Héritier.x, das von der Dampfzentrale Bern koproduziert wird. Unplush baut ihre Projekte als Orte des Kontakts, des Dialogs und der spekulativen Forschung auf.

Seit 2015 präsentiert Unplush Performances, organisiert Clubbing-Events und Workshops für Tanz und choreografisches Schreiben. Mit ihren umfangreichen Kooperationen, Formaten und Orten nimmt die Kompanie aktiv an der Schweizer Kulturszene teil und produziert für ein breites Publikum.
Unplush bietet Werke, die aus dem Dialog zwischen den an den Produktionen beteiligten Personen hervorgehen. Das Zusammentreffen von Menschen mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen oder unterschiedlichen Alters wird als Stimulus für Reflexion und Solidarität im künstlerischen Schaffen betrachtet.
Unter der künstlerischen Leitung von Marion Zurbach arbeiten die Darsteller*innen aus ihrer Verbindung zu einem Thema, mit ihrer Vorstellungskraft und ihrer Geschichte. Zwischen Mythos und Realismus, Tragödie und Humor beobachtet Unplush Konstruktionen, existentielle Strategien oder nicht-menschliche Lebensformen. Eine Reflexion über unsere Konditionierungen, unsere Kämpfe und das, was ein Spekulationsraum wie die Bühne hervorbringen kann.

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