Das Buch Faire paysan von Blaise Hofmann ist eine hervorragende Quelle für alle, die sich für die Situation der Schweizer Landwirtschaft und ihre Entwicklung in den vergangenen sechzig Jahren interessieren. Es beleuchtet auf besondere Weise eine der gesellschaftlichen Bruchlinien unserer Zeit: jene zwischen der Landwirtschaft, die oft für die Schädigung der Umwelt verantwortlich gemacht wird, und der städtischen Welt, die nach einer neuen Beziehung zur Natur sucht, den konkreten Realitäten der bäuerlichen Arbeit jedoch weitgehend fremd gegenübersteht.
Diese Theateradaption, die von zwei Darsteller:innen getragen wird und dem Originaltext aufmerksam folgt, führt Hofmanns Anliegen fort, indem sie nach Wegen der Versöhnung sucht und das Publikum dazu einlädt, darüber nachzudenken, wie wir trotz unserer Unterschiede weiterhin miteinander leben können.
Text nach dem Buch Faire paysan von Blaise Hofmann (Éditions Zoé, 2023)
Regie und Dramaturgie Emilien Rossier
Künstlerische Mitarbeit und Schauspielcoaching Emeric Cheseaux
Cast Alexia Hebrard und Christophe Burgess
Lichtgestaltung Lucile Brügger
Sounddesign und Bühnenbild Rachel Morend
Aussenblick Mélanie Dorsaz
Kompanie rgb project
Produktion und Diffusion oh la la – performing arts production
Koproduktion Le Spot, Sitten (Sion)
Förderungen Kanton Wallis, der Walliser Delegation der Loterie Romande und Théâtre Pro Valais