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Jalousie des tempête ist eine sehr untreue Reaktivierung. Gemeinsam mit der Sängerin Jeanne Pâris sucht Emma Saba das klassische Opernrepertoire nach den Geistern der Gegenwart heim. In einem transhistorischen Spiel der Allgegenwärtigkeit von Körpern und Stimmen vermischen sie sich zwischen dem Versuch einer Verschmelzung und der Desillusionierung über Zugehörigkeit.
Auf der Bühne verwandeln sich alte Arien in elektrische Fragmente, Lachsalven und verstärkte Seufzer. Die klassische Musik bekommt Risse, durch die der Schrei dringt. Die Oper legt ihre weisse Hülle ab und wird zu roher Materie, Begehren, Wut und Zärtlichkeit. Die Heldinnen, die zu liebevoll, zu verrückt, zu laut sind – jene, die auf der Bühne geopfert wurden, damit sie schweigen –, kommen zurück, um Vergeltung zu fordern. Jalousie des tempêtes ist eine Konzertperformance. Sie ist zugleich Fest, Aufstand, Revolte und eine Reflexion über die Politik der Stimmen.

von Emma Saba

Besetzung

Choreografie, Performance Emma Saba
Mitarbeit Choreografie, Performance Jeanne Pâris
Assistenz Délia Krayenbühl Ghielmini
Musik Marie Delprat
Bühne und Kostüme Marlène Charpentié, Suzie Dumur
Lichtdesign Selim Dir Melaizi
Outside Eyes Auguste de Boursetty, Teresa Vittucci
Produktion und Diffusion Yamina Pilli / oh la la – performing arts production
Koproduktion Pavillon ADC
Förderungen Choreografie-Stipendium SSA, PREMIO – Nachwuchspreis Darstellende Künste, Fondation Quadrige, Fondation Bürki, Fondation Engelberts, Reseau Grand Luxe, L’Abri-Genève
Showings Theater Freiburg, Onassis Stegi, Cité Internationale des Arts, Pôle Sud CDCN Strasbourg, Festival Dias da Dança, IRA Festival, PERFORMISSIMA
Die Performance wurde im Rahmen des Programms (AC)COMPAGNONS des Pavillon ADC entwickelt und von der Fondation Leenards unterstützt.

Termine