Quebradita ist ein Paartanz, der entlang der Grenze zwischen Mexiko und den USA entstanden ist, wobei seine genauen Ursprünge umstritten sind. Der Tanz verbindet schnelle, federnde Schritte mit gewagten akrobatischen Hebefiguren, die vom Lindy Hop und Cheerleading inspiriert sind. Seit den 1990er-Jahren hat die starke Migration von Mexiko in die USA die sozialen und politischen Realitäten auf beiden Seiten der Grenze geprägt.
Mit der Verschärfung der Einwanderungspolitik und dem Ausbau physischer Barrieren wie der US-amerikanischen Grenzmauer ist das Überqueren der Grenze zunehmend gefährlich geworden. In diesem Kontext entwickelte sich Quebradita als eine risikoreiche und zugleich manchmal ausgesprochen freudvolle Praxis.
Während eines Aufenthalts in Mexiko-Stadt im November 2025 lernte Johanna Heusser die Quebradita-Tanzgruppe Urban Folk Dance kennen, mit der sie eine gemeinsame Arbeit im Co-Autorinnenschaft plant. In dieser Arbeit möchten sie untersuchen, ob sich Spannungen rund um Migration, Identität und Ungleichheit in den Bewegungen selbst sowie im Risiko der akrobatischen Elemente des Tanzes nachvollziehen lassen.
Künstlerische Leitung und Ko-Choreografie Johanna Heusser
Ko-Choreografie Friné Garrey
Dramaturgie Johanna Hilari
Wissenschaftliche Mitarbeit Irvin Manuel Gonzales
Bühne und Licht Marc Vilanova Pinyol
Kostüme Constanza Nahmad
Musik José de la Parra
Quebradita-Tänzer·innen tba
Produktion und Diffusion Maxine Devaud / oh la la - performing arts production Koproduktionen ROXY Birsfelden, Südpol Luzern, Theater im Pumpenhaus, Cenart - National Center of the Art, FIDCDMX - Festival Internacional de Danza Contemporànea de la Ciudad de México